Grosse Plastiken und Skulpturen haben einen speziellen Reiz für den Betrachter. Einem Objekt gegenüber zu stehen, welches einem 1:1 auf Augenhöhe begegnet, dieser Gedanke faszinierte auch Márcià und Karin. So entstanden anfangs 3. Lehrjahr eine Raubkatze und ein Mädchen in Lebensgrösse.



Ein Puma, am dösen. Die Umgebung beobachtet er aber sehr aufmerksam









Bis zur fertigen Skulptur braucht es verschiedene Arbeitsgänge.
Die Idee im Kopf der Bildhauerin bildet die Ausgangslage. Bildunterlagen und eigene Skizzen sind die Vorarbeiten, bevor mit dem Modellieren begonnen wird. Der Puma wird hier in Plastilin modelliert.
Die fertige Plastik wird dann in Gips abgegossen. In dieser Grösse fertigen wir einen Hohlguss an.
Aus einem sehr dicken Lindenholz-Flecken, so nennt man dicke Bretter, werden die groben Konturen aufgezeichnet. Nur der Kopf wird zusätzlich aufgeleimt.
Mit der Kettensäge werden die groben Formen ausgesägt.
Nach dem groben Ausrüsten und dem feinen Ausarbeiten kommt die Skulptur zur Oberflächenbehandlung in den Beizraum. Ganz fein wird nun die Färbung des Fells und die Augenfarbe aufgetragen.

Ein Mädchen in Lebensgrösse


Um Janina in voller Grösse zu schnitzen, fertigten wir auch hier zuerst ein Modell an. das Gerüst schweissten wir aus Armierungseisen zusammen. Der Aufbau erfolgte zuerst mit Sagexblöcken, welche wir zuschnitten und mit Draht am Gerüst fixierten. Modelliert wurde dann mit Ton.
18 cm dick sind die Flecken, aus welchen wir die Silhouetten ausgesägt haben. Anschliessend wurden die beiden Teile plan gehobelt und verleimt.
Ausrüsten, Formen, Feinschneiden, zum Teil Raspeln und Schleifen...
... und fertig ist Janina! Die beiden Skulpturen sind bis im Mai 2016 im Schweizerischen Holzbildhauerei Museum an der Hauptstrasse 111 in Brienz ausgestellt.